Heilpädagog*innen - Fachschule für Heilpädagogik

In der Fachschule für Heilpädagogik werden Heilpädagog*innen ausgebildet; diese erziehen, fördern und unterstützen Menschen jeden Alters, die unter erschwerten Bedingungen und mit Beeinträchtigungen leben, z.B. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung, Sinnes- und Mehrfachbehinderung oder chronischen Erkrankungen sowie Kinder und Jugendliche mit emotionalen und mit Verhaltensstörungen. Durch den Einsatz entsprechender pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen fördern sie vorhandene Fähigkeiten und beugen Behinderung und sozialer Ausgrenzung vor.

Voraussetzungen

  • Mittlerer Bildungsabschluss
  • Berufliche Aufnahmevoraussetzung für die Fachrichtung Heilpädagogik ist der Abschluss der Fachschule der Fachrichtung Sonderpädagogik, Sozialpädagogik oder eine für die Zielsetzung der Fachrichtung als gleichwertig anerkannte Qualifikation und jeweils eine mindestens einjährige, im Anschluss durchgeführte, für die Zielsetzung der Fachrichtung förderliche Tätigkeit.
  • Außerdem wird vorausgesetzt die Bereitschaft,        
    • sich auf Bewegungs- und Ausdruckserlebnisse einzulassen,
    • sich als Person einzubringen,
    • zur aktiven Mitarbeit,
    • an der verbindlich angebotenen Supervision teilzunehmen,
    • zur regelmäßigen Zusammenarbeit mit einer Praxisfamilie (Dauer ca. ein Jahr) einzulassen.
  • Ausreichende Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt (Zertifikat B 2, CEF) für Bewerber mit nicht deutscher Muttersprache.

Dauer

Die Fachschule umfasst eineinhalb Schulleistungsjahre.

 

Ausbildungsschwerpunkte und Ausbildungsinhalte

  • Lernbereich 1 (10 Wochenstunden)
    Theorien heilpädagogischen Handelns
    enthält Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Psychologie, Soziologie, Medizin  
  • Lernbereich 2 (9 Wochenstunden, davon 7 in Kleingruppen)
    Praxis heilpädagogischen Handelns  
    enthält Methodik der heilpädagogischen Praxis, angeleitete heilpädagogische Praxis   
  • Lernbereich 3 (9 Wochenstunden)   
    Heilpädagogische Handlungskonzepte   
    enthält Spiel, Bewegungserziehung/Psychomotorik, Gestalten/Werken, Rhythmik, heilpädagogische Übungsbehandlung u.a.
  • Lernbereich 4 (2 Wochenstunden)   
    Organisation, Recht und Verwaltung

Bewerbung

 

Der nächste Lehrgang beginnt im Sommer 2020.   

Die Bewerbungsunterlagen können jederzeit eingereicht werden:

  • Aufnahmeantrag für die Ausbildung
  • Lebenslauf, lückenlos, unterschrieben
  • Zeugnis des Mittleren Bildungsabschlusses (oder gleichwertiger Abschluss) und des Fachschulabschlusses mit staatlicher Anerkennung (oder vergleichbarer Berufsabschluss), alle: beglaubigt.
  • beglaubigte Kopien der Nachweise über Praxiszeiten
  • Bei der Aufnahme muss ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt werden.

 

Aufnahmeverfahren

Jede Bewerbung wird in eine Bewerberliste eingetragen.

Die Aufnahme erfolgt, sofern die Zahl der Bewerbungen die Zahl der angebotenen Schulplätze übersteigt,

  1. nach Leistung,
  2. nach dem Umfang der einschlägigen Praxiszeiten.

Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung oder eine von ihr beauftragte Vertretung.

Die Entscheidung über die Aufnahme wird schriftlich mitgeteilt.