1903 /1904

gibt es in Flensburg eine Fach- und Fortbildungsschule für Fleischer (mit 65 Lehrlingen) und eine Fachschule für Barbiere, Friseure, Heildiener und Perückenmacher .

Von 60 Bäckerlehrlingen besuchen 58 und von den 7 Konditorenlehrlingen 6 die Fortbildungsschule.


1910 - 1920

werden an der deutschen "Haushalts und Gewerbeschule" in Hadersleben von 4 Lehrerinnen und 6 nebenamtlichen Lehrkräften jährlich ca. 40 Tages- und 15 Internatsschülerinnen unterrichtet.


1911

wird in Flensburg die "Gewerbliche Pflichtfortbildungsschuleeingeführt; sie hat die Aufgabe die berufliche Bildung der 14 bis 18jährigen zu fördern und an ihrer "Erziehung zu tüchtigen Staatsbürgern und Menschen" mitzuwirken.


1912

besuchen verteilt auf vier Ausbildungsjahre 47 Bäcker und Konditoren die Fortbildungsschule. Die Lehrlinge des Barbier- und Schlachterhandwerks sowie die Kellner werden in eigenen Innungsfachschulen unterrichtet.

Im gleichen Jahr erhält die "Städtische Höhere Töchterschule" den Namen "Auguste-Viktoria-Schule"; an diese Schule wird ein Lehrerinnenseminar angeschlossen und eine Haushaltungsschule wird ange-gliedert.


1913

führt die Stadtverordnetenversammlung die Schulpflicht für Lehrlinge ein.

Die "Frauenschule" der Stadt Flensburg wird an die Auguste-Viktoria-Schule angegliedert und die Ausbildung zur Hauswirtschaftslehrerin wird an dort neu eingerichtet .Bis 1955 werden an der AVS Haushaltungs-, Turn- und Kindergartenlehrerinnen ausgebildet.


1914

beginnt die Ausbildung von Turnlehrerinnen an der AVS.


1918 -1922

entwickelt sich die Fortbildungsschule zur Berufsschule.


1922

wird an die Frauenschule (an der AVS) das Kindergärtnerinnenseminar angegliedert.

Nach der Grenzabstimmung am 14.3.1920 wird die Haushalts- und Gewerbeschule, Hadersleben in einem Neubau am Klostergang (später: Dr.-Todsen-Straße) mit 30 Schülerinnen und dem alten Kollegium als

Staatliche Haushaltungs- und Gewerbeschule für Mädchen " in Flensburg

wiedereröffnet.


1922 - 1933

wächst die staatliche Haushaltungs- und Gewerbeschule dermaßen, dass Räume in der Mädchen-mittelschule, der Landwirtschaftsschule, der Seefahrtsschule und einer dänischen Volksschule mit-genutzt werden müssen.


1925

Die erste Schulleiterin der staatlichen Schule Johanna Engel stirb.

Nachfolgerin wird Johanna Grafe (bis 1946)


1929 - 1995

findet die Ausbildung zur Kinderpflegerin an der staatlichen Schule in Flensburg statt.


1933 -1939

wird die Ausbildung von inzwischen über 150 Schülerinnen an der staatlichen Schule durch das nationalsozialistische Frauenbild bestimmt.

Bis 1945 findet in der Abteilung Frauenfachschule die Ausbildung zur Hauswirtschaftsleiterin, in der Abteilung Berufsfachschule die zur Kinderpflege- und Haushaltsgehilfin und in der Abteilung Fachschule der Meisterhausfrauenlehrgangstatt.


1938

wird durch das Reichsschulpflichtgesetz die gesetzliche Berufsschulpflicht verfügt.


1939

erfolgt eine Neuordnung des Unterrichts an der Staatlichen Haushaltungs- und Gewerbeschule; u.a. wird eine zweijährige Frauenfachschule angegliedert.


1940

werden im Haushalt der Stadt Flensburg 10 000 RM für einen Schulneubau der staatlichen Schule zurückgestellt.


1940 - 1944

werden die Lehrkräfte und Schülerinnen der staatlichen Schule immer stärker außerschulisch in Soldatenküchen, Nähstuben, als Laienhelferinnen des Reichsluftschutzbundes usw. eingesetzt. In den Jahresberichten der Schulleitung tritt an die Stelle der NS-Ideologie eine "Rückbesinnung auf die inneren Werte".


1945

wird das Schulgebäude der staatlichen Schule vorübergehend als städtisches Ausweichkrankenhaus genutzt.

Am 1.11. wird der Unterricht nach Genehmigung neuer Lehrpläne durch die britische Militärregierung (in der Dr.-Todsen-Straße) mit 4 Klassen und 5 Abendkursen wieder aufgenommen.