1815

wird in Flensburg die

"Sonntagsschule"

gegründet, die anfangs großen Zuspruch in Handwerkskreisen fand und allgemeine Grundbildung an Lehrlinge, Gesellen und auch Meister vermittelte.


1830

sind ein Bäckerlehrling und ein Bäckergeselle an der "Sonntagsschule" nachweisbar.


vor 1845

wird Fräulein Wolffs "Institut für Mädchen" in Flensburg (45 Teilnehmerinnen) von Fräulein Gräpel übernommen. Die private Schule existiert bis 1936.


1852

wird als Gegengewicht zu den deutschen Mädchenschulen das von C.C. Möller geleitete "Dänische Mädcheninstitut (Höhere Lehranstalt)" in Flensburg gegründet.


1853 - 1886

besteht in Flensburg die seit 1864 von Fräulein Klussman geleitete "Höhere Lehranstalt für Mädchen" als dritte private Schule für Mädchen.


1854

erfolgt die Gründung von Fräulein Johannsens privater "Höherer Lehranstalt für Mädchen" in Flensburg.


1856

übernimmt C.F. Monrad die Leitung des dänischen Mädcheninstituts; die Schülerinnenzahl steigt bis1863 auf 122.


1872

wird auf Anregung Flensburger Bürger die

"Fortbildungsschule"

eröffnet. Die Fortbildungsschule setzte sich die Aufgabe, bei jungen Leuten aus dem Kaufmanns- und Handwerksstand das bisher Erlernte zu festigen und ihnen neue für die berufliche Tätigkeit nützliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.

Lehrlinge der Schlachter und Bäcker nehmen in so geringer Zahl teil, dass keine eigenen Fach-klassen für diese Berufe gebildet werden.


1885

geht die Sonntagsschule in der Fortbildungsschule auf; der Unterricht findet 2- bis 3mal pro Woche von 18 bis 22 Uhr statt.


1886

wird ein gemeinsamer Innungsausschuß in Flensburg gegründet, der das berufliche Schulwesen (z.B. durch die Einrichtung von Innungsfachschulen , an denen Meister unterrichteten) fördert.

Im Oktober des Jahres wird die " Städtische Höhere Töchterschule " im Südergraben eröffnet.


1887

wird die Innungsfachschule für das Friseur-. Barbier-, Heildiener- und Perückenmacher-handwerk gegründet und gewinnt sehr schnell überregionale Bedeutung.


1889/90

werden 36 von 50 Bäckerlehrlingen in der Fortbildungsschule unterrichtet.


1890 - 1895

existiert in Flensburg eine Lehrlingsschule der Gastwirte-Innung.


1890 - 1901

sind mehrere private Handarbeitsschulen in Flensburg nachweisbar.

Außerdem existiert in Flensburg eine gewerbliche Fortbildungsschule für Frauen.


1892

werden die Bäcker innerhalb der Fortbildungsschule zu einer Abteilung zusammengefasst.


1896

erringt auf der Provinzialausstellung in Kiel die Flensburger Fortbildungsschule für ihre Leistungen die Silbermedaille.


1899

wird die Flensburger Fortbildungsschule in einem Gutachten der königlichen Regierung (neben der Kieler Schule) als beste im Regierungsbezirk bezeichnet.


1899 - 1916

gibt es in Flensburg eine eigene Innungsfachschule der Barbiere .


1899

wird eine Innungsfachschule für Schlachter gegründet.