
Leitbild
KiPP ist die Abkürzung für das seit Januar 2011 bestehende
Kita-Präventions-Projekt.
Das zunächst bis Ende 2013 befristete Projekt befindet sich in der Trägerschaft des Regionalen Berufsbildungszentrums Hannah-Arendt-Schule und wird durch die Stadt Flensburg finanziert.
In einem mehrmonatigen Prozess hat eine Flensburger Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Kita- Träger, der Elternvertretung, der heilpädagogischen Leistungserbringer und der Stadtverwaltung im Vorwege ein Rahmenkonzept zur frühen präventiven Förderung von Kindern im Elementarbereich, die als entwicklungsverzögert bzw. verhaltensauffällig wahrgenommen werden, erstellt.
Dieses Rahmenkonzept wird von KiPP weiterentwickelt.
Partizipation von Anfang an
Präventive und nachhaltige Entwicklung in den Kindertageseinrichtungen braucht Partizipation, um gelingen zu können. Partizipation von Kindern, Eltern und Fachkräften ist ein wichtiges Kriterium der pädagogischen Qualität in den Kindertageseinrichtungen.
Im Mittelpunkt steht das Recht jedes Kindes auf Teilhabe, auf gleichberechtigte Bildungs- und Entwicklungschancen. Der Erwachsene hat dem Kind gegenüber eine Verpflichtung, den Prozess einer gelingenden Bildung und Entwicklung zu ermöglichen und sozialer Selektion entgegenzuwirken. Kinder brauchen Erwachsene als kooperative Anreger und Begleiter in ihrer Selbstbildung. Gelungene Partizipation ist eine Grundlage für gelingende Prävention. Hieran mitzuwirken, sehen wir als eine unserer Aufgaben und Zielsetzungen an.
Unsere Aufgaben
KiPP unterstützt die Erwachsenen in den Kindertageseinrichtungen in Flensburg bezüglich der Herausforderung, die Bedürfnisse und Signale jedes einzelnen Kindes frühzeitig wahrzunehmen, sowie die Interaktion zwischen Kind und Erwachsenen zu stärken, um allen Kindern Lern- und Entwicklungschancen zu sichern und zu vergrößern.
KiPP schafft Angebote
für eine individuelle Unterstützung und Beratung für Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen in Flensburg
für Fort-Bildungs-Angebote für alle pädagogischen Fachkräfte in den Kitas
für Präventions- und Beratungsangebote für Eltern
für Vernetzung von Institutionen und Angeboten
Unsere Grundwerte
Wertschätzung und Anerkennung der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen ist eine grundsätzliche Haltung unserer Arbeit
Wir sehen die pädagogische Arbeit in den Kitas als eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe mit vielen Anforderungen von allen Seiten.
Erzieherisches Handeln bewegt sich in einem Spannungsverhältnis zwischen Gleichheit und Differenz. Dies erfordert ein hohes Maß an Kompetenz, Flexibilität, Ausdauer und Reflexion von den Fachkräften und eine gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung ihres täglichen Tun. In diesem Sinne mitzuwirken ist unser Anspruch.
Vielfalt der Fähigkeiten aller in den Kitas ist uns willkommen
Ausgehend vom Gedanken der inklusiven Pädagogik in den Kitas, sehen wir die Heterogenität, also die Verschiedenheit von Menschen, als eine bereichernde Vielfalt, die wir nicht als Bedrohung verstehen, sondern vielmehr als pädagogische Herausforderung und Bereicherung.
Die Vielfalt der Kinder, der Fachkräfte, der Eltern, der Konzepte, der Räumlichkeiten usw. in den Kitas, bieten eine Plattform für ein Lernen von Anfang an mit Verschiedenheit.
Die Ziele einer Pädagogik der Vielfalt sind für uns Chancengleichheit, Antidiskriminierung, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder.
Lust auf Neues und Freude an der Mitgestaltung von handlungsorientierten Prozessen
Handlungsorientierte Prozesse lassen sich am ehesten in Projekten realisieren. Projektarbeit bedeutet für uns: Abenteuerlust, Bewegung, Beweglichkeit und Freude an Veränderung.
Pädagogik braucht Raum und Zeit für Dialog und Reflexion
In Handlungsprozessen bedarf es Zeit und Raum für Dialog und Reflexion. Als Gegenpart zum pädagogischen, praktischen Tun vervollständigt Reflexion die pädagogische Arbeit.
Für uns setzt ein Dialog voraus, dass wir dem Gegenüber mit Respekt begegnen und bereit sind, die Welt mit seinen Augen zu sehen. Reflexion ist ein stetiger Prozess in dem als Resultat eine Verfeinerung der Selbst- und Fremdwahrnehmung entsteht.
Gemeinsam weitere Möglichkeiten im pädagogischen Handeln finden
Einen Perspektivwechsel in bestimmten Situationen zu nutzen, öffnet weitere Möglichkeiten, Experte in eigener Sache zu bleiben. Wir sehen uns als Orientierungshelfer, aus der Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten, die eigene Lösung auszuwählen. Mit dem Blick auf das Bewahrenswerte und auf das möglich Veränderbare.
Ein Blick auf die Ressourcen von Kindern, Eltern, Fachkräften und Einrichtungen
Aus unserer Sicht kann das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten nicht isoliert betrachtet werden. Für die Entwicklung und das Wohlbefinden des Kindes ist das Zusammenspiel aller Interaktions- und Erziehungspartner wichtig. Umso bedeutungsvoller ist es für uns, die Ressourcen jedes Einzelnen zu kennen und zu nutzen.


