Berufliches Gymnasium

Informationen über die Ausbildung in den

Beruflichen Gymnasien Ernährung sowie Gesundheit und Soziales

 

Das Berufliche Gymnasium hat die Aufgabe, durch berufsbezogenen und allgemeinbildenden Unterricht der Schülerin / dem Schüler eine Bildung zu vermitteln, die den Anforderungen eines Hochschulstudiums genügt. Ziel ist die Allgemeine Hochschulreife (das Abitur).

 

Aufnahmebedingungen

Zum Besuch des Beruflichen Gymnasiums sind berechtigt

1.      Schülerinnen und Schüler von Berufsfachschulen mit einem durch Prüfung erworbenen Mittleren Schulabschluss, bei dem die Noten in nicht mehr als einem Fach schlechter als „befriedigend“ sind;
Schülerinnen und Schüler von Gemeinschaftsschulen mit einem durch Prüfung erworbenen Mittleren Schulabschluss, bei dem die Noten in nicht mehr als einem Fach „ausreichend“ sind und keine Note "mangelhaft" bzw. "ungenügend" ist;

2.     Schülerinnen und Schüler, die an einer Gemeinschaftsschule oder an einem Gymnasium in Schleswig-Holstein in die Oberstufe versetzt worden sind;

3.     Schülerinnen und Schüler, die den Mittleren Schulabschluss durch eine abgeschlossene Berufsausbildung erworben haben, sofern die Leistungen im Abschlusszeugnis der Berufsschule in nicht mehr als einem Fach schlechter als „befriedigend“ sind;

4.     Schülerinnen und Schüler, die in einem anderen Bundesland oder an einer Deutschen Auslandsschule die Berechtigung für den Eintritt in die Oberstufe erworben haben.

 

Bei beschränkten Aufnahmemöglichkeiten erfolgt die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber über den Notendurchschnitt. Dieser kann mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung um 0,5 verbessert werden, außer der Mittlere Schulabschluss wurde erst durch die Berufsausbildung erworben. Ein Bonus von 0,3 wird gewährt bei Nachweisen über eine erfolgreiche Fort- oder Weiterbildung in den Fächern der Stundentafel der Schulart, in der der Mittlere Schulabschluss erworben wurde. Alternativ zur Gewährung eines Bonus kann die Berufsausbildung bzw. Fort- oder Weiterbildung zum Ausgleich einer zweiten nicht befriedigend lautenden Note im Abschlusszeugnis verwendet werden.

 

Liegt ein Abschlusszeugnis zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vor, wird das letzte Halbjahreszeugnis zu Grunde gelegt. Kommt es zu einer Aufnahme, ist diese solange vorläufig, bis ein Abschlusszeugnis vorgelegt wird, mit dem die Aufnahmebedingungen erfüllt werden. Genügt das Abschlusszeugnis diesen Bedingungen nicht mehr, ist die Aufnahme nichtig!

 

Ausreichende Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt (Zertifikat B 2 (CEF) für Bewerber mit nicht deutscher Muttersprache).

 

Schwerpunkte

Mit dem Eintritt in das Berufliche Gymnasium der Hannah-Arendt-Schule entscheidet sich die Schülerin / der Schüler für einen der drei angebotenen Schwerpunkte:

Im Beruflichen Gymnasium Ernährung ist das der Schwerpunkt

 

  • Ernährung,

 

im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales sind das die Schwerpunkte

 

  • Gesundheit                 bzw.               
  • Erziehungswissenschaften.

 

                

Das zweite mit erhöhtem Anforderungsniveau (eA) wird mit der Anmeldung festgelegt. Über die wählbaren Kopplungen der eA-Fächer wird noch entschieden.

 

Unterrichtsfächer

Der Unterricht findet in der Einführungs- und in der Qualifikationsphase überwiegend im Klassen-verband statt. Weiterhin sind folgende verbindliche Fächer auf grundlegendem Anforderungs-niveau (gA) in den einzelnen Schulhalbjahren zu belegen – sofern es sich nicht um eA-Fächer handelt:

·         Im Beruflichen Gymnasium Ernährung: Deutsch, Englisch, Dänisch oder Französisch oder Spanisch, Gemeinschaftskunde, Wirtschaftslehre, Religion oder Philosophie (11. und 12. Jg.), Mathematik, Biologie, Chemie, Berufliche Informatik (11. und 12. Jg.), Sport, Kunst oder Musik oder Literatur oder Darstellendes Spiel (13. Jg.).

·         Im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales: Deutsch, Dänisch oder Französisch oder Spanisch, Englisch, Erziehungswissenschaften, Gemeinschaftskunde, Wirtschafts-lehre, Religion oder Philosophie (11. und 12. Jg.), Mathematik, Biologie (im Schwerpunkt Erziehungswissenschaften) oder  Chemie (im Schwerpunkt Gesundheit), Berufliche Informatik (11. und 12. Jg.), Gesundheit, Sport, Kunst oder Musik oder Literatur oder Darstellendes Spiel (13. Jg.).

 

Am Beruflichen Gymnasium der Hannah-Arendt-Schule wird ab dem Schuljahr 2015/16 ein Berufsorientierungskonzept in die Ausbildung integriert und umgesetzt. Dieses Konzept beinhaltet ein verbindliches zweiwöchiges Praktikum, das jeweils in der letzten Schulwoche von Klasse 11 und der ersten Sommerferienwoche durchgeführt wird.

 

Dauer

Die Dauer des Schulbesuchs beträgt drei, höchstens vier Jahre. Eine nicht bestandene Abiturprüfung kann nach einem weiteren Schulbesuchsjahr einmal wiederholt werden. Ein vorangegangener Besuch der Oberstufe eines Gymnasiums wird auf die Schulbesuchsdauer des Beruflichen Gymnasiums angerechnet.

 

Berechtigungen

Ein Zeugnis der Fachhochschulreife kann nach Ablauf der 12. Jahrgangsstufe auf Antrag ausgestellt werden (schulischer Teil), wenn die Schülerin / der Schüler die Schule verlässt. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule (Bachelor), gegebenenfalls jedoch erst nach Absolvierung des fachpraktischen Teils der Fachhochschulreife. Das Reifezeugnis/Abiturzeugnis des Beruflichen Gymnasiums berechtigt zum Studium an den Hochschulen und Universitäten.

 

Kosten

Der Besuch des Beruflichen Gymnasiums ist für Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein schulgeldfrei. Lernmittel werden im Rahmen der geltenden Bestimmungen zur Verfügung gestellt. Für  besondere unterrichtliche Aufgaben, Besichtigungen u.ä. können Kosten bis zu € 25,00 je Monat entstehen. Lt. Beschluss der Pädagogischen Konferenz vom 26.09.2013 werden je Schülerin / Schüler 6,-€  Kopierkosten pro Schuljahr erhoben. Zu den verpflichtenden Unterrichts-veranstaltungen zählt auch eine Klassenfahrt zu Beginn der 11. Klasse, für die Kosten von etwa 110,-€ entstehen sowie eine Studienfahrt im 12. Jahrgang, die bis zu 400,-€ kosten kann. Für den Mathematikunterricht wird ein CAS-Taschenrechner benötigt, der im Rahmen einer Sammel-bestellung käuflich (ca.125,-€) erworben oder über die Schule ausgeliehen (15,-€ pro Schuljahr) werden kann. Im Spanischunterricht müssen sich die Schüler ein Arbeitsbuch für etwa 20,-€ anschaffen.

 

Anmeldeverfahren

Der Antrag für das jeweils folgende Schuljahr ist in der Zeit vom 1. Februar bis zum 28. Februar einzureichen. Dem Antrag sind alle geforderten Anlagen beizufügen – siehe Antrag auf Aufnahme. Die gleichzeitige Bewerbung an mehreren Beruflichen Gymnasien ist möglich – bedingt jedoch die Abgabe der Mehrfachbewerbungserklärung an jeder Schule. Der Bescheid über das Ergebnis des Aufnahmeverfahrens wird in der Regel bis zum 31. März erteilt.

Abgelehnte Bewerber haben noch die Möglichkeit, über eine Warteliste aufgenommen zu werden.

Bei allen schriftlichen An- und Rückfragen fügen Sie bitte Rückporto in Form von Briefmarken bei.

Nach telefonischer Vereinbarung werden Beratungstermine angeboten.

 

Verantwortlich: Rainer Zierke, Tel.: 0461/851606, e-mail: rzierke@has-fl.de